Helsinki
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Helsinki Architektur und Bildungskultur

Architektur und Bildungskultur

von 06.05. bis 09.05.2020

Bibliotheken, Hoch- und Grundschulen stehen für beispielhafte Bildungsbauten Helsinkis. Sie sind eingebettet in eine moderne Stadtarchitektur. Die Exkursion wird diese ganzheitliche Stadtentwicklung veranschaulichen und mit fachlichen Beiträgen von Experten untermauern.

Helsinki – die Stadtarchitektur

Die Stadt Helsinki versprüht mit ihrem 100 km langen Küsten- gebiet und den 300 Inseln ein maritimes Flair; sie bietet eine hohe sowie naturnahe Lebensqualität. Helsinki ist „Finnlands Fenster in die Welt“. Konsequente Umgestaltungen struktureller und sozialer Art machen Helsinki zu einer äußerst dynamischen Metropole. Gleichwohl zeigt sich Helsinki mit ihren unkomplizierten Einwohnern als uneitel und bescheiden. Sowohl russische als auch europäische Baustile treffen aufeinander und vereinen sich auf einzigartige Weise. Die finnische Architektur hat eine eigene Tradition, die sich bis heute fortsetzt. Sie gründet u.a. auf architektonischen Werken von Alvar Aalto, Eero Saarinen oder Viljo Revell und drückt das nnische Streben nach Autonomie aus.

Auf den Spuren von Alvar Aalto

Der Pionier der nnischen Architektur, Alvar Aalto, war nicht nur Architekt, sondern auch Stadtplaner und Möbeldesigner. Bekannt durch seine besonderen Konzeptionen im Bereich des organischen Bauens, wird er in vielen Ländern Skandinaviens als „Vater des Modernismus“ angesehen, der nach einer engen Verbindung von Gebäuden und Landschaft strebte. Wir werden sehen, wie sich dazu neuste Bibliotheks- und Universitätsbauten, aber auch andere Kulturbauten verhalten. Umnutzung In der Planung und bei der Entstehung neuer Stadtteile hat Umnutzung in Helsinki einen hohen Stellenwert. Viele der ehemaligen Hafen- und Industribrachen der Stadt am Meer verwandeln sich in attraktive Wohn- und Erholungsgebiete. Kaum mehr etwas erinnert an die Vergangenheit: Wasser in Verbindung mit der zauberhaften Natur prägt heute Helsinkis Insellandschaften, wie es sich beispielsweise in Espoo ablesen lässt. Visionen Die Stadt Helsinki versucht, in der öffentlichen Stadtplanung Visionen umzusetzen. Erleichtert durch den öffentlichen Besitz von über 80% des Baugrundes und die konsequent durch geführten Architekturwettbewerbe, ist Helsinki unterwegs eine räumlich und sozial ausgewogene Grossstadt zu werden, die den Einwohnern ein angenehmes Lebensgefühl bietet. Dabei helfen hohe Steuerbeträge der Bürger, die aber zu ihrem Nutzen, architektonisch erkennbar, in die Bildungskultur zurück iessen.

Helsinki – die Bildungskultur

Die Oodi-Bibliothek ist ein hochmodernes öffentliches Gebäude mit attraktiver Transparenz, das den Bildungsbedürfnissen der Bevölkerung entspricht. Die Technische Universität wurde als kompakter Campus organisch modern gestaltet. Hinzu kommen herausragende Kulturbauten wie das Haus der Stille und die Musikhalle.

Schulsystem

Grundstein für die Nutzung dieser Bildungs- bzw. Kulturinstitutionen legt das Schulsystem. Die wichtigsten Aufgaben des finnischen Schulsystems werden darin gesehen, Wissen an die nächste Generation zu vermitteln und die Normen des Zusammenlebens zu lehren. Dieses System beruht nicht auf strikter Disziplin, sondern eher auf Freiwilligkeit. Mit dem Glauben an den freien Willen der Schülerinnen und Schüler versuchen die Schulen die Risiken zu vermeiden, die im Zwang liegen, und betonen die Erwartungen, die aus Freiheit hervorgehen. In ihrer klassischen und neuen Modernität konkretisieren Kindergärten und Schulen das nnische Schulsystem.

Schulkonzepte

Nicht nur architektonische Ausprägungen sondern auch besondere schulische Konzepte werden im Rahmen der Exkursion zur Sprache kommen.

Hierzu einige Beispiele:

Ein besonderes Sprachkonzept kennzeichnet die naturnahe Melahti-Schule (Viljo Revell und Osma Sipari, 1953). Nebst finnisch sprachigem Unterricht bietet die Schule zweisprachigen finnisch chinesischen Unterricht und schwedischen Immersionsunterricht an. Die Quartiergemeinschaft hat Zugang zur Saunalahti-Schule (Verstas Architects, 2012) und kann an erzieherischen Ak- tivitäten teilnehmen nach dem Motto, dass sich jeder Ort zum Lernen eignet. Die Schule konzentriert sich zudem auf nachhaltige Entwicklung und betont die Stärken eines jeden Schülers, einer jeden Schülerin. Als integrierte Grundschule legt Hiidenkivi (Häkli Architects, 2005) grossen Wert auf Gemeinschaft und Teamfähigkeit. Die Schülerinnen und Schüler planen ihr eigenes Studium und die Aktivitäten der gesamten Schule. Erklärtes Hauptziel der Kirkkojärvi-Gesamtschule (Verstas Architects, 2011) ist es, die 270 Schülerinnen und Schüler in 22 kleinen Lerngruppen zu toleranten und rücksichtsvollen Menschen mit guten Grundkenntnissen, Teamfähigkeit und gesundem Selbstwertgefühl auszubilden. Der gesamte Unterricht ist geprägt durch Muttersprache und Literatur sowie die Vermittlung kommunikativer Fähigkeiten.