Helsinki
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Helsinki

Der Mensch im Mittelpunkt einer Stadt

von 13.05. bis 16.05.2020

Fachexkursion Helsinki

Helsinki „Finnlands Fenster in die Welt“. Die Metropole versprüht mit ihrem 100 km langen Küstengebiet und den 300 Inseln ein maritimes Flair und bietet gleichzeitig eine hohe Lebensqualität. Helsinki als moderne Stadt und Gartenstadt in einem ist eng mit dem Meer verbunden. Konsequente Umgestaltungen struktureller und sozialer Art machen diese Metropole zu einer äußerst dynamischen Stadt. Stadtplanung ist in der finnischen Hauptstadt von großer Bedeutung, und bei der Entstehung neuer Stadtteile taucht ein Begriff immer wieder auf: Umnutzung.

Treffpunkt von Ost und West

Der Standort Helsinkis, fast vollständig vom Meer umgeben, zeichnete sich als äußerst vorteilhaft für die Stadt ab. Sowohl russische als auch europäische Baustile treffen in Helsinki aufeinander und vereinen sich auf einzigartige Weise.

Stadt unter der Stadt - Earthscraper statt Hochhäuser

Die weltweite Urbanisierung schreitet voran: Im Jahr 2050 werden vermutlich zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten wohnen. Städteplaner beschäftigen sich deshalb vor allem mit Themen wie Mobilität, Umweltaspekten und Platzmangel. Eine spannende Vision verspricht Abhilfe, die in Helsinki über die Phase der Vision bereits hinaus ist: Statt weiterhin in die Höhe zu bauen und sich immer weiter auszudehnen, wird in Helsinki bereits unterirdische Architektur realisiert. Mehr als 400 Gebäude entstanden auf einer zweiten Ebene: Auch wenn die Realisierung der unterirdischen Architektur noch kostenintensiv erscheinen mag, wird die Urbanisierung diese Idee weiter beflügeln und neue Chancen für ein Leben in einer Stadt unter der Stadt eröffnen.

Bescheiden und uneitel

In der Kunst- und Designszene spiegelt sich das Unkomplizierte der Einwohner Helsinkis. Die Metropole zeigt sich uneitel und bescheiden; außerdem besticht sie durch die Nähe zur Natur, die zurückhaltende Mentalität der dort lebenden Menschen, das entspannte Leben sowie durch die moderne Architektur und die für finnisches Design bekannten klaren Linien.

Aufeinandertreffen von Tradition und Funktion

Bunte Holzhäuser mit weiß gestrichenen Fensterrahmen: So präsentiert sich Suomi, Finnland, das Land der tausend Seen. Alte Gebäude oder einen historischen Stadtkern mit mittelalterlichen Häusern sucht man in Helsinki vergebens. Die Stadt zeigt sich modern: Nur 13 Prozent der Bauten Finnlands sind älter als 100 Jahre, und dennoch hat die finnische Architektur eine große Tradition. Die architektonischen Werke von Alvar Aalto, Eero Saarinen oder Viljo Revell sind Ausdruck für das finnische Streben nach Autonomie.

Auf den Spuren von Alvar Aalto

Der Pionier der finnischen Architektur, Alvar Aalto, war nicht nur Architekt, sondern auch Stadtplaner und Möbeldesigner. Die Exkursion beinhaltet einen Besuch der Villa und des Ateliers dieser Designlegende. Bekannt durch seine besonderen Konzeptionen im Bereich des organischen Bauens wird er in vielen Ländern Skandinaviens als „Vater des Modernismus“ angesehen. Im Sinne der organischen Architektur strebte er nach einer engen Verbindung von Gebäuden und Landschaft.

Umnutzung

Viele der ehemaligen Hafen- und Industrieflächen wurden inzwischen in attraktive Wohn- und Erholungsgebiete verwandelt. Das Stadtgebiet Kruunuvuorenranta, einst industriell, zählt dabei zu den wichtigsten neu entwickelten Gebieten. Inzwischen erinnert nichts mehr an diese Vergangenheit: Wasser in Verbindung mit der zauberhaften Natur der Insellandschaft prägt heute Kruunuvuorenranta.

Zwei Drittel des Baulandes besitzt die Stadt Helsinki selbst und dem Staat gehören dazu noch 14 Prozent. Das bedeutet, dass über 80 Prozent des Grundbesitzes in öffentlicher Hand ist. Anders als in den meisten Städten Europas, in denen Investoren die Stadtplanung maßgeblich mitbestimmen, beschließt Helsinki Bauprojekte im Stadtplanungsamt. Erst danach werden diese von privaten Investoren umgesetzt. Architekturwettbewerbe spielen dabei eine sehr große Rolle: Nahezu jedes wichtige Bauwerk in Finnland ist das Ergebnis eines Wettbewerbs. Neue Denkansätze bei städtebaulichen Visionen werden auf diese Weise begünstigt.

Der Mensch im Mittelpunkt der Stadtplanung

Für die Städte der nächsten Jahrzehnte ist es notwendig, die Zersiedelung der Kernstädte aufzuhalten. Nur eine effiziente Stadtplanung kann den urbanen Wandel in Europa bewältigen und Helsinki zu einer räumlich und sozial ausgewogenen Metropole machen. Helsinki ist somit gefordert, an ihren Visionen in der Stadtplanung festzuhalten und weiterzuarbeiten, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern und weiterhin die Vorzüge als nordeuropäische Wohlfahrtsstadt zu behalten. Schon jetzt hat Helsinki Visionen umgesetzt und Großes in der Stadtplanung geleistet, um den Einwohnern ein angenehmes Lebensgefühl zu bieten. Andere europäische Metropolen können viel von der finnischen Hauptstadt lernen. Wer möchte sich da nicht selbst ein Bild von dieser großartigen Stadt machen!